Willkommen auf LESEN IN TIROL

ferdinand sauter, durchgefühlt und ausgesagtDie Literaturwissenschaft hat neben dem Hauptzweck, das eigene Personal hermetisch abgeschlossen gegenüber der Welt zu halten und darin Karrieren zu ermöglichen, auch einen Nebenzweck für das gemeine Volk, nämlich Texte aus vergangenen Epochen so aufzubereiten, dass sie die Wissens-entwöhnte Krimi-Dauerleserschaft der Gegenwart auch verstehen könnte.

Ludwig Laher verwendet für dieses Unterfangen den schönen Begriff „besorgt“. Damit besorgt er es einmal den Flachlesern, andererseits drückt es seine Besorgnis aus, ob sein Thema wohl auch nicht verschollen bleibt. Sein Thema ist der Schriftsteller Ferdinand Sauter, der, 1804 in Werfen geboren, zum fünfzigsten Geburtstag an der Cholera in Hernals gestorben ist. Zu Lebzeiten ist kein Buch von ihm erschienen, seine Gedichte sind dann freilich lieblos bis schlampig immer wieder ediert worden, manchmal hat man sogar den Reim zerlegt, um sich einen jeweils zeitgenössischen Reim machen zu können.

Lesendes Kind: Buchklub der Jugend_DujmicPISA-Studie: Österreich liegt im OECD-Durchschnitt, 24 % der Jugenlichen sind in der leistungsschwächsten Gruppe und somit RisikoschülerInnen. Der Buchklub der Jugend fordert mehr Zeit fürs Vorlesen, damit alle profitieren.

In der Lesekompetenz liegen österreichische SchülerInnen laut der heute vorgestellten PISA-Studie mit 484 Punkten (2015: 485 Punkte) im OECD-Schnitt von 487 Punkten. Anders als in den vergangenen Jahren ist Österreich beim Lesen diesmal nicht statistisch signifikant unter dem OECD-Schnitt gereiht. Das lag allerdings nicht an einer besseren Leistung der heimischen SchülerInnen, sondern am Rückfall anderer Staaten. Seit den ersten Erhebungszeitpunkten blieben die Leistungen der österreichischen SchülerInnen in Lesen in etwa konstant, 7 % gehören zur Spitzengruppe und 24 % der Jugendlichen sind RisikoschülerInnen.