Ulrike Titelbach, augen im hoiz
Ein Gedicht versammelt tausend Weisen und auf tausend Weisen gelangt man zum Gedicht. Nach dieser großzügig formulierten Definition ist es ein nützlicher Vorgang, den Titel auf sich wirken zu lassen, damit man durch ihn in das Innere des Buches gezogen wird.
Ulrike Titelbach gibt ihren Kurzgedichten in zwei Klangfarben den Titel „augen im hoiz“. Diese drei Wörter sind bereits in mehrfacher Hinsicht Programm. Die Gedichte sind nämlich zu einem Dreiklang aufgebaut: Titel, Haiku in leicht abgeschrägtem Dialekt, Haiku in verschriftlichter Gebrauchssprache. Alles ist in Kleinbuchstaben gesetzt, der Mundart-teil in der Mitte tritt in einem helleren Grauton auf, Titel und Schlusszeile erstrahlen in voller Druckkraft aus dem Layout.
„»Mädels, mein Name ist Marsyas Blackgate. Ich würde euch beide gern anheuern, damit ihr euch als meine Enkelinnen ausgebt, und zwar bei einer Abendgesellschaft auf Hegemony Manor ... Kennt ihr das? Es liegt gleich außerhalb von Wood Rose.« Wren fallen fast die Augen aus dem Kopf. »Das Hegemony Manor? Natürlich kennen wir das! Gotische Perfektion auf einem Hügel, mit Türmchen, Erkern und der ganzen morbiden Wednesday Addams-Stimmung. Unsere Mutter war ganz verrückt danach.«“ (S. 11)
Im Rahmen des Forschungsprojekts LARS – Language and Reading Skills – wurden Lernmaterialien entwickelt, mit denen alle Kinder einer Klasse gemeinsam an einem Thema arbeiten können. Dazu wurden die jeweiligen Materialien an unterschiedliche Leseniveaus angepasst. Ziel der Lernmaterialien für die zweite und dritte Schulstufe der Grundschule ist es, das Leseverständnis und die Lesefähigkeiten von Kindern mit unterschiedlichen Lesekompetenzen systematisch zu trainieren.