Sabine Pitscheider, Arbeitseinsatz im Reich. Zwangsarbeit in Tirol 1939 – 1945
„Den maßgeblichen Rahmen, wer wie zu behandeln war, bot die »Rassenhierarchie«, wonach das NS-Regime Menschen je nach Herkunft oder Religion in bessere und schlechtere, wertvolle und »minderwertige« einteilte.“ (S. 51)
Das nationalsozialistische Deutschland musste alle verfügbaren menschlichen Ressourcen und wirtschaftlichen Kapazitäten in die Fortsetzung des Krieges stecken. Reichte zu Beginn des Krieges noch die Anwerbung aus verbündeten und besetzten Staaten, so griff man im weiteren Verlauf immer stärker auf Zwangsarbeit und Kriegsgefangene zurück.
„Unter all den Vorwürfen, die gegen das seltsame politische Gebilde namens Europa und seine Bewohner in jüngeren Tagen laut geworden sind, […] dürfte der mildeste jener sein, wonach es durch seine telefonische Unerreichbarkeit auffalle. Man hat dem altgedienten, im November 2023 verstorbenen Politologen Henry Kissinger, einem vormaligen Außenminister der USA, das Scherzwort zugeschrieben, er wisse nicht, welche Nummer er wählen könnte, falls er Europa an die Leitung bekommen wollte.“ (S. 9)
„Am Neujahrsmorgen liegt Beth nicht in ihrem Bett. Ich werfe im Vorübergehen vom Flur aus einen Blick ins Zimmer und mir bleibt kurz das Herz stehen. Sonnenlicht fällt auf ihr Kissen, Staub tanzt in der Luft. Normalerweise sollte Beth um diese Zeit in ihre Steppdecke gekuschelt friedlich schlummern, aber da ist nur eine Delle in der Matratze. Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und atme auf, als ich sehe, dass Amy auch nicht da ist. Oben im Stockbett liegt bloß ihre zerwühlte Decke.“ (S. 7)
Mit der zunehmenden Konsolidierung des Staates in der Zeit des aufgeklärten Absolutismus trat die schulische Bildung in Lesen, Schreiben und Rechnen immer stärker in den Fokus der politischen Ziele. Neue pädagogische Methoden und Organisationen der Bildung bewirkten eine rasche Alphabetisierung breiter Teile der Bevölkerung.
Bereits zum dritten Mal findet das Projekt „Tipps und Methoden zur Leseförderung“ an Volksschulen und in der Sekundarstufe 1 statt. Ziel ist es, einen gezielten Austausch an Erfahrungen und Fachwissen zur praktischen Leseförderung im Unterricht an den Volksschulen sowie in der Sekundartstufe 1 zu eröffnen, von dem am Ende alle Lehrerinnen und Lehrer profitieren sollen.
Der Sommer steht vor der Tür und auch für diese Sommerferien bieten die Öffentlichen Büchereien Tirols die Möglichkeit, die Freizeit abenteuerlich, spannend und sinnvoll mit Lesen zu nutzen. Dazu findet bereits zum siebten Mal der traditionelle „Tiroler Geschichtensommer“ statt, mit dem die Öffentlichen Büchereien allen Kindern und Familien ihr umfangreiches Bücher- und Medienangebot kostenlos anbieten und zu spannenden Veranstaltungen einladen.