Ewald Baringer, Stunde der Wintervögel
Das Unerfüllbare / fülle ich / mit Unerfüllbarem. (16) ‒ Selten ist die Absicht der Lyrik so klar formuliert wie in der „Stunde der Wintervögel“. Dieser magische Titel kreist scheinbar um das gängige Hauptmotiv der Gegenwartslyrik, den Vögeln, in Wirklichkeit aber ist ein poetischer Teppich über das Land gelegt, aus dem wie in alten Zeiten des Teppich-Klopfens Gebrauchspartikel der unmittelbaren Gegenwart geschüttelt werden.
Ewald Baringer spannt zu Beginn mit seinem Text über die kunstsinnige Stadt Soltau seinen lyrischen Kosmos aus, worin die einzelnen Bilder als individuelle Puzzleteile ineinander gesteckt sind und am Ende ein beiläufig episch breites Bild ergeben.
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