Willkommen auf LESEN IN TIROL

georg vollmer, eule elli und die sache mit dem mond„Am Rande des Walds auf einem Ast / sitzt Eule Elli und macht Rast. / Die kleine Eule liebt die Nacht, / wenn langsam Stern für Stern erwacht. / Am liebsten fliegt die Elli aus / mit ihrer Thea Fledermaus. / Wenn möglich, sind die Freunde stets / bei Nacht gemeinsam unterwegs.“

Die kleine Eule Elli liebt es mit ihrer Freundin Thea der Fledermaus eine gemütliche Flugreise durch den nächtlichen Wald zu unternehmen. Als die beiden den prächtigen Vollmond am Himmel entdecken, geraten sie über ihre unterschiedlichen Betrachtungsweisen in Streit.

Die antiautoritäre Bewegung mit der Hoffung auf einen gesellschaftlichen Wandel scheiterte. Dieses Scheitern ist die Ursache für die Hinwendung zum fantastischen Erzählen, weg von der sozialkritischen Kinderliteratur.

Kinder sehen in ihren Spielsachen, Kuscheltieren oft beseelte Wesen, die ihnen Trost, Kraft oder Mut geben. Es können auch durchaus aus harmlosen Dingen böse Monster oder Geister werden. Daher ist es leichter problematische Erfahrungen, speziell innerhalb der Familie, durch fantastische Erzählungen zu thematisieren und reflektieren. Innerhalb des Fantastischen fällt es auch leichter, Lösungsmöglichkeiten anzubieten, wie beispielsweise Astrid Lindgrens Werk Mio, mein Mio (1953/54), welches von einem auswegslosen Pflegekind handelt, der durch einen magischen Apfel und einen Flaschengeist in eine Fantasiewelt eintauchen kann, in der sein Vater König ist. Ebenso eine Trostfunktion übernimmt das Werk Die feuerrote Friederike von Christine Nöstlinger (1970). Die dicke rothaarige Außenseiterin findet durch ihre neuen magischen Fähigkeiten Trost.